Umweht vom Charme der 70er-Jahre ist die Bundestagsfraktion der Linken in Gelsenkirchen in Klausur gegangen. In gelöster Stimmung stellte die Partei dabei das Regierungsversprechen vom “Herbst der Reformen” entschieden in Frage.
Das Geld dafür solle von den sogenannten Reichen kommen. Das T-Shirt mit der Aufschrift “Tax the rich” (“Besteuert die Reichen”), das Parteichef Jan van Aken gern in der Öffentlichkeit trägt, liegt an der Basis der gewachsenen Partei im Trend. Immer wieder ist davon die Rede, dass die mehr als 200 Milliardäre in Deutschland zur Kasse gebeten werden sollen
Zweifelt die Tagesschau hier eigentlich allen Ernstes an, dass Milliardäre reich sind, oder bin ich schon völlig überempfindlich?
In fünf Jahren wird dann “Reiche” als Beleidigung verpönt sein und es wird Euphemismen wie “Maximalfinanzierte” oder “People of Cash” geben. Die einschlägigen Lobbygruppen werden Studien herausgeben, warum “sogenannte” Reiche diskriminiert werden, obwohl sie für ihr Erbe nichts können, und fordern, dass man diese als Kategorie für Intersektionalität bei Diskriminierungserfahrungen aufnimmt und als vulnerable Minderheit schützen müsse. Dagegen sollten sogenannte Arme nicht länger betrachtet werden. Die sind schließlich in der Mehrheit.
Leider nur halbes /s



