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Cake day: July 22nd, 2024

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  • Da gibt es schon seit 10-15 Jahren oder so die Diskussion um Andreas Gabalier.

    Die Übergänge scheinen fließend zu sein und rechtspopulistische und rechtsextreme Positionen mindestens anschlussfähig zu sein.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Gabalier

    Der geschäftsführende Direktor des Zentrums für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Michael Fischer, analysierte für das Magazin Bento einzelne Liedtexte von Gabalier. Sein Fazit: „In den Liedern von Andreas Gabalier geht es vordergründig um ‚Heimatkitsch‘, religiöse Gefühle und überholte Rollenbilder. Das findet man so zwar auch bei anderen Schlagerliedern, aber im Politischen geht Gabalier deutlich weiter als andere“. Die Textpassage „eisernes Kreuz, das am höchsten Berggipfel steht“ (aus Mein Bergkamerad) ist laut Fischer aufgrund ihrer Anlehnung an die alte Kriegsauszeichnung Eisernes Kreuz eine gewollte Provokation, so etwas könne kein Zufall sein. Ein solches „Spiel mit Begriffen“ kenne man auch von rechtspopulistischen Politikern.

    Sebastian Gloser von nordbayern.de bezeichnet Gabalier als „Brückenbauer zur Neuen Rechten“. Auch Gloser verweist auf die Textpassage mit dem „eisernen Kreuz“ und erwähnt Gabaliers Aufzählung von Deutschen, Italienern und Japanern – den Achsenmächten im Zweiten Weltkrieg – im Song Biker sowie Gabaliers Hakenkreuz-Pose auf dem Albumcover von Volks-Rock’n’Roller. Weiterhin kritisiert Gloser das Gesellschaftsbild Gabaliers, das eher zu den 1950er Jahren passe.[46] Auf die Hakenkreuz-Pose verweisen auch andere Journalisten.

    Im März 2020 warf der Kulturforscher Jens Wietschorke Gabalier vor, eine „Echokammer für Rechtspopulismus“ zu schaffen, „ohne sich darauf festlegen zu lassen“. Er wende sich wie viele Populisten „tendenziell an eine schweigende Mehrheit“ und bediene sich „einer Geste des heimlichen Einverständnisses“. Wietschorke zitiert die Zeile „Irgendwann kommt dann der Punkt, wo’s einem reicht, dann wird’s zuviel“ aus dem Song A Meinung haben und merkt an, wer „so etwas vor dem Hintergrund der Flüchtlingsdebatten 2015/16 auf einer Stadionbühne“ singe, der werde „ganz genau verstanden, auch wenn er nicht sagt, worum es ihm da konkret geht“.


  • Saleh@feddit.orgtoich_iel@feddit.orgich_iel
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    5 months ago

    Ich habe seit Ewigkeiten kein “knalliges” Grün mehr gesehen. Ich wäre überrascht, wenn das noch Leute fahren, außer vlt. ein paar Stimmer, die die 90er Ästhetik feiern.

    In der Stadt wäre Grau wahrscheinlich die bessere Tarnfarbe und mehr als einen Waldweg würde ich den meisten Autos auch nicht zutrauen.




  • Einfach Manager werden. Dann ist die Hälfte der Zeit mit Meetings vollgepackt und die Hälfte der Meetings kann man eigentlich auch am Handy was anderes machen. So kommt man leicht auf 40h, arbeitet davon 30h produktiv und kann sich über eine Arbeitsbelastung von 50h beschweren.




  • Ich hoffe, dass wir langsam einen Wandel sehen. Die Grünen haben Ende letzten Jahres unter Einfluss der “Realos” auch so taktiert, dass sie meinten, man wolle erstmal eine Arbeitsgruppe im Parlament bilden, die prüft, ob man vielleicht mal einen Antrag im Bundestag stellen möchte, dass der Bundestag ein verbotsverfahren beim BVerfG beantragt.

    Dann war der ganze Rummel um das total geheime Verfassungsschutzgutachten, wo sich am Ende rausgestellt hat, dass der überwiegende Teil einfach nur eine Zusammenstellung und Auswertung öffentlicher Aussagen und Handlungen von AfD Mitgliedern und Funktionären ist.

    Das alles gibt es seit Jahren längst durch zivilgesellschaftliche Akteure, aber mit der Zivilgesellschaft zu kooperieren und das Thema zügig voranzubringen, scheint bei den meisten Fraktionen im Bundestag auf wenig Interesse zu stoßen.

    Wenn es jetzt wieder nur darum geht, erstmal eine Arbeitsgruppe zu bilden, am Besten noch mit AfD Mitgliedern, dann wird es im nächsten Jahr wahrscheinlich nichts mehr mit deren Abschlussbericht. Und wenn dann der Abschlussbericht irgendwann fertig ist, dann wird da wahrscheinlich nichts grundsätzlich Neues drinstehen, was nicht schon bei Zivilgesellschaft und Verfassungsschutz dokumentiert ist.

    Dann muss erst eine Mehrheit für ein Verfahrensantrag gefunden werden. Und dann dauert das Verfahren wahrscheinlich mindestens drei Jahre und wir landen in der nächsten, vielleicht in der übernächsten Legislaturperiode, weil das BVerfG selbst auch noch mal Material sammelt und auswertet.

    Wenn man die AfD als Gefahr ernst nimmt, dann würden die Parteien eine zügige Auswertung des vorhandenen Materials vornehmen und auf der Grundlage den Verbotsantrag zur Abstimmung stellen. Wenn man wollte, sollte das in 3 Monaten machbar sein. Allein dieses Jahr haben wir schon neune Monate darüber “diskutiert”, ob man denn jetzt mal eine Arbeitsgruppe bilden will. Dann wäre immer noch der langwierige Prozess am BVerfG und in dem Zuge kann man immer noch neue Erkenntnisse als Beweismittel einbringen.


  • Zweifel.

    Meine arabische Frau wurde in der Nähe von Warnemünde am hellichten Tag von der örtlichen Dorfjugend belästigt und mit Flaschen beworfen. Dazu gab es einen Spruch in die Richtung “Wir könnten dich hier umbringen und die Polizei wird es nicht interessieren.”

    Ein Schwarzer Freund, der in Greifswald studiert hatte, hat auch einige Scheiße dort erlebt und meinte, dass es sich nicht lohnt, zur Polizei zu gehen.

    Das war jeweils vor zwei und vor fünf Jahren. Ich fürchte eher, dass die Situation in MV inzwischen so übel ist, dass es trotz der durchsetzten Polizei so viele erfasste Gewalttaten gibt.










  • Ich finde die interessantere Frage ist, wie viele durch Terrorismus getötet wurden, obwohl die Sicherheitsbehörden Kenntnis von Anschlagsplänen hatten.

    Im Fall von Magdeburg hat der Täter über Monate seine Tat auf Twitter angekündigt und es gab mehrere Warnungen von ausländischen Sicherheitsbehörden und Menschen in Deitschland.

    Wenn man bei der Polizei anrufen und den sagen kann: “Der will Leute umbringen, der hat mir das persönlich gesagt und der schreibt das auf Twitter.” Und die Polizei dann nur mit den Schultern zuckt, dann bringt auch die beste Überwachungstechnik nichts. Bzw. dann müsste der Staat eingestehen, dass es nicht um die Verhinderung von schweren Straftaten geht, sofern diese nicht die Interessen der Regierung tangieren.