Hintergrund | ARD: Morgen bin ich tot · Gewalt gegen Frauen
Anna-Lena lebt über Monate in Angst. Ihr Ex-Freund betreibt Stalking und bedroht sie. Sie hofft auf Schutz - vergeblich. Wenige Wochen später tötet er sie. Wie können Frauen in Deutschland ausreichend vor Gewalt geschützt werden?
Die Dokumentation des ARD-Politikmagazins “report München” “Morgen bin ich tot · Gewalt gegen Frauen” begleitet den Fall der 20-jährigen Anna-Lena aus einer Kleinstadt bei Stendal. Ihr Ex-Freund belästigte sie immer wieder, griff sie körperlich an. Anna-Lena suchte Schutz und Unterstützung bei Polizei und Gerichten. Doch der Ex-Freund wird nicht verhaftet, da kein Grund für eine Untersuchungshaft gesehen wurde. Auch ein Annäherungsverbot, das ein Gericht verhängt, verhindert nicht das Schlimmste: Wenige Wochen später, im Januar 2025, bringt ihr Ex-Freund sie um. Im Interview mit “report München” sagt Anna-Lenas Familie: Ihr Tod hätte verhindert werden können, wenn sie besser geschützt worden wäre.
Aktuelle Zahlen des Bundeskriminalamtes lassen aufschrecken: Immer mehr Frauen werden Opfer von sogenannter häuslicher Gewalt. Von Schlägen über Vergewaltigungen bis hin zu Tötungen und sogenannten Femiziden. Partnerschaftsgewalt und innerfamiliäre Gewalt bleiben ein großes Thema. Im Jahr 2024 gab es 187.128 Fälle, in denen Frauen von häuslicher Gewalt betroffen waren. Fast täglich versuchte ein Mann, seine Partnerin zu töten, 133 dieser Frauen starben.
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Polizei ist nicht dafür da Verbrechen zu verhindern, sondern um unwillig mit den Schultern zu zucken wenn was passiert ist.
An der Stelle packe ich gerne die Geschichte aus, wie meine Schwester auf eine weiterführende Schule in die nächste Stadt ging und daher viel mit dem Bus fahren musste. Dabei fiel ihr ein Mann auf, der sie scheinbar verfolgt. Am mehreren Tagen pro Woche. Das ging so weit, dass sie meiner Mutter davon erzählt hat (er war also so präsent, dass sie ihn nicht nur bemerkt, sondern auch Angst vor ihm hatte, spätestens nach seinen ersten Kontaktversuchen …). Die daraufhin eingeschaltete Polizei hat aber nur mit den Schultern gezuckt und gesagt so lange nichts “echtes” passiert, könnten sie nichts tun.
Das war um die 2000er herum. Als die Pedoangst auch so verbreitet war. Ich sehe da zu heute leider keine Veränderung nur dass wir jetzt die Sorge um Frauen, statt um Kinder medial ausschlachten und trotzdem niemandem geholfen wird.
Stalking ist ein schwieriger Sachverhalt, aber weg ignorieren geht halt auch nicht.Den Stalker meiner Schwester hat sich dann ein befreundeter Polizist privat zur Brust genommen. Danach war Ruhe.
Den Stalker meiner Schwester hat sich dann ein befreundeter Polizist privat zur Brust genommen. Danach war Ruhe.
Das sollte weder privat geschehen noch nötig sein, aber ich bin froh, dass sie jemanden hatte, der ihr helfen konnte, obwohl die offiziellen Wege versagt haben.
Am Ende provoziert der Staat mit seinem Unwillen die Bildung privater “Hilfsvereine”.
Mob-Justiz ist gefährlich. Daher macht es ja Sinn, dass der Staat ein Gewaltmonopol beansprucht. Aber wenn er dieses Monopol nicht oder nur selektiv zum Schutz der Bürger ein- und durchsetzt, dann (be-)dienen sich Leute halt selbst.
@luciferofastora @dukemirage Das mag in einen im Sinne der Allgemeinheit idealen Staat der auch noch funktional ist so sein. Die Realität sieht allerdings gänzlich anders aus.
Richtig, das meinte ich mit dem letzten Satz


